Waldbaden – Therapie in und mit der Natur
Zur Ruhe kommen. Klarheit finden. Neue Kraft schöpfen – durch achtsames Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes.
Waldbaden kann dabei unterstützen, Stress zu reduzieren, innere Ruhe zu finden, die Konzentration zu fördern und das allgemeine Wohlbefinden zu stärken – auf natürliche und achtsame Weise.
Waldbaden kann Erwachsene dabei unterstützen,
• Stress und innere Anspannung abzubauen,
• mehr Klarheit und innere Balance zu finden,
• Angstzustände zu mindern und
• neue Energie und Stabilität zu gewinnen.
Der bewusste Aufenthalt im Wald wirkt beruhigend und regulierend auf das Nervensystem und stärkt die Selbstwahrnehmung.
Für Kinder ist der Wald ein natürlicher Raum für freies, kreatives und spielerisches Handeln. Durch achtsame und spielerische Elemente erleben sie den Wald als Ort von Fantasie, Bewegung und Entdeckung.
Waldbaden kann Kinder dabei unterstützen,
• ihre Kreativität und Vorstellungskraft zu entfalten,
• Unruhe und Überaktivität zu verringern,
• die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern sowie
• Wahrnehmung und Selbstregulation zu stärken.
Der Wald bietet Kindern einen geschützten Raum, in dem sie sich ausprobieren, zur Ruhe kommen und sich auf natürliche Weise entwickeln können.
Waldbaden bedeutet, bewusst in die Atmosphäre des Waldes einzutauchen – die frische Waldluft zu „baden“, den Alltag loszulassen und mit allen Sinnen im Hier und Jetzt anzukommen.
Es ist ein achtsames, absichtsloses Schlendern und Verweilen im Wald, bei dem Ruhe entstehen darf und neue Kraft geschöpft werden kann.
Seinen Ursprung hat das Waldbaden in Japan. Dort wurde es 1982 unter dem Begriff Shinrin Yoku als gesundheitsförderndes Naturkonzept entwickelt. In Japan wird der bewusste Aufenthalt im Wald bis heute teilweise ärztlich empfohlen und im Rahmen präventiver sowie begleitender therapeutischer Maßnahmen genutzt.
Die Zutaten des Waldbadens
Waldbaden folgt einem klaren, bewährten Konzept. Zentrale Bestandteile sind:
• Schlendern und bewusstes Gehen
• Rasten und Verweilen
• Öffnen aller Sinne
• Staunen und Wahrnehmen
• Achtsamkeit
• Meditation
• Bewusstes Atmen
• Sanfte Bewegungen
• Augenentspannung
• Solozeit in der Natur
Diese Elemente ermöglichen einen heilsamen Aufenthalt im Wald und unterstützen die Verbindung von Körper, Geist und Umwelt.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die positiven Wirkungen des Waldbadens sind wissenschaftlich gut untersucht. Studien aus Japan, Europa und den USA zeigen, dass Waldaufenthalte das Stresshormon Cortisol senken, Blutdruck und Herzfrequenz regulieren und das psychische Wohlbefinden verbessern können. Zudem wird beschrieben, dass der Blick ins Grüne die Aufmerksamkeit steigert und ähnliche Effekte wie achtsamkeitsbasierte Meditation entfalten kann.
Ein weiterer wichtiger Wirkfaktor des Waldes sind die sogenannten Terpene. Dabei handelt es sich um natürliche Duftstoffe, die von Nadel- und Laubbäumen abgegeben werden. Beim Menschen kann das Einatmen dieser Stoffe das Immunsystem positiv beeinflussen. Studien beschreiben eine Aktivierung der natürlichen Killerzellen, die eine wichtige Rolle bei der Abwehr belasteter oder veränderter Zellen spielen. Dadurch kann der Körper in seiner Selbstregulation und Gesunderhaltung unterstützt werden.







